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Sekt, Böller, gute Vorsätze – oder: Warum ich Silvester eigentlich schon jetzt absagen möchte

  • Autorenbild: Rene Oliver
    Rene Oliver
  • 8. Dez. 2024
  • 2 Min. Lesezeit

Hach ja, Silvester. Es steht mal wieder vor der Tür, klopft freundlich an und fragt: "Und, was machst du dieses Jahr Schönes?" Und ich, wie jedes Jahr, stehe da mit einem Blick, der irgendwo zwischen Panik und Ratlosigkeit pendelt. Was mache ich eigentlich an Silvester? Noch besser: Warum macht man überhaupt etwas? Ist es nicht genug, einfach das Jahr zu überleben, ohne am 31. Dezember auch noch einen Masterplan für die "perfekte Nacht" zu brauchen? Die Optionen sind ja immer dieselben.


 

 

Option 1: Die große Party.
Das klingt im Kopf immer nach Glanz und Glamour, endet aber meist damit, dass du dich um Mitternacht mit fremden Menschen in einem viel zu engen Wohnzimmer um ein Glas Sekt streitest, das nach abgestandenem Apfelsaft schmeckt. Dazu diese eine Person, die garantiert jedes Jahr zu viel trinkt und dann den Abend mit einer Rede über "Freundschaft" ruinieren muss, während alle insgeheim auf Google Maps checken, wann der erste Bus nach Hause fährt.

 

Option 2: Gemütlich zu Hause.
Das ist die sichere Variante, die du öffentlich nie zugeben willst, weil sie nach "Ich bin langweilig" klingt. Aber seien wir ehrlich: Jogginghose, Netflix und eine Tiefkühlpizza sind oft der wahre Silvestertraum. Nur leider sitzt irgendwo tief in deinem Kopf diese Stimme, die dir einflüstert: „Du kannst doch nicht nichts machen! Das neue Jahr startet doch dann schon mit Enttäuschung!“ Also bestellst du dir zur Pizza wenigstens noch eine Flasche Sekt. Elegant.

 

Vielleicht mache ich dieses Jahr einfach mal etwas völlig Neues: nichts. Kein Partyplan, keine Vorsätze, kein „Was ziehe ich an?“-Drama. Ich mache ich es mir mit einer Flasche Prosecco, einer Packung Chips und einem guten Film gemütlich. Und um Mitternacht? Gucke ich aus'm Fenster, stoße mit mir selbst an und freue mich, dass ich dem ganzen Trubel entkommen bin.

 

Also, falls du mich suchst – ich bin der Typ, der um kurz nach Mitternacht in Jogginghose auf dem Balkon steht und auf das neue Jahr anstößt. Vielleicht nicht glamourös, aber ganz sicher stressfrei. Und das ist doch eigentlich der beste Vorsatz von allen. Ich meine, die Vorsätze aus'm. letzten Jahr sind ja noch gefühlt unberührt. Naja..


Dein Rene Oliver

 
 
 

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