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Dschungelcamp: Urlaub für den Kopf – zwischen Kakerlaken und Kulturkritik

  • Autorenbild: Rene Oliver
    Rene Oliver
  • 27. Jan. 2025
  • 2 Min. Lesezeit

Dschungelcamp, ich bin ein Star holt mich hier raus, RTL
"Ich bin ein Star - Holt mich hier raus" Urlaub für den Kopf?!

Es gibt Dinge, die sagt man einfach nicht laut. Dinge, die man verschweigt wie die Zahl auf der Waage oder wie man für sechs verschiedene Streaming Abos zahlst, aber eigentlich nur Friends in Dauerschleife guckt. Schluss damit! Heute, Ihr Lieben, mache ich mich nackt. Nein, nicht so wie im Dschungel unterm Wasserfall, aber fast: Jetzt lasse ich die Katze ausm Sack – ich gucke es. Ja, das RTL-Dschungelcamp. Und soll ich Euch was sagen - ich bereue nichts.

 

Warum? Weil es der Urlaub für den Kopf ist, den wir alle dringend brauchen. Gerade in diesen Zeiten, in denen Nachrichtenfeeds wie Horrorfilme wirken und die Steuererklärung auch schon im Nacken sitzt, darf man sich doch wohl mal 90 Minuten Kakerlaken, Lagerfeuerstreit und den "Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!"-Ruf gönnen.

 

Es ist doch herrlich: Während ich auf der Couch liege, eingemummelt in meine Decke, kämpft sich irgendein C-Promi mit verbundenen Augen durch einen Tunnel voller schleimiger Krabbeltiere. Und ich denke mir: "Mensch, der hat doch auch mal Abi gemacht."

 

Natürlich könnte ich stattdessen einen Precht, Faust oder Göthe lesen oder mich über die geopolitische Lage informieren. Aber ganz ehrlich? Mein Hirn braucht auch mal was ohne Bildungsauftrag. Die Faszination am Dschungelcamp ist doch, dass es uns erlaubt, für einen Moment völlig unproduktiv zu sein. Keine To-Do-Listen, keine Mails, keine gesellschaftliche Selbstoptimierung. Einfach nur zugucken, wie sich Menschen vor Känguruhoden ekeln. Es ist wie eine heiße Badewanne – nur mit mehr Trash.

 

Und diese Mischung aus Absurdität und Authentizität! Da sitzen dann Reality-Stars neben Ex-Sportlern, und während der eine ‘nen Drama inszeniert, als hätte Rosamunde Pilcher es geschrieben, merkt der andere plötzlich, dass er sich eigentlich selbst gar nicht so gut kennt. Es ist wie eine Sozialstudie – nur mit Glitzer und Grillen.

 

Schämen muss man sich dafür nicht. Egal, ob man Professorin für Neurowissenschaften ist oder Verkäufer im Baumarkt: Dschungelcamp ist demokratisch. Es holt uns alle auf die gleiche Couch und zeigt uns, dass wir im Kern doch alle gleich sind.

 

Wir lieben Chaos – solange es nicht unser eigenes ist.

 

Also, liebe Mitbürger und Mitbürgerinnen: Lasst uns den inneren Snob mal runterschlucken und einfach genießen. Denn am Ende ist das Dschungelcamp genau das, was wir alle brauchen – ein bisschen Ablenkung. Und die gibt’s dort ja wirklich im Überfluss.

 

Außerdem müssen wir meine liebe Freundin Yeliz Koc unterstützten – die kämpft da nämlich aktuell um die Krone – ToiToiToi!

 

Na, wer von euch schaltet heute Abend auch heimlich ein? 😉


Euer IBES Fan René Oliver

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