Die erste Woche im neuen Jahr: Neujahrsvorsätze, übrig gebliebener Raclette-Käse und der wahre Plan
- Rene Oliver

- 5. Jan. 2025
- 2 Min. Lesezeit

Okay, Leute, es ist soweit: Das neue Jahr ist da. Und wie jedes Jahr war der 31. Dezember nicht nur der Startschuss für das neue Jahr, sondern auch für die berühmte „Neujahrsvorsatz-Aktion“. Da stehen wir also, alle mit dem festen Plan, endlich alles besser zu machen. Weniger Schokolade, mehr Bewegung, vielleicht sogar die Steuererklärung früher abgeben als letztes Jahr. Aber wer sind wir eigentlich?
Es ist erst der 5. Januar, und ich habe gerade meinen ersten „Ich esse jetzt nur noch gesunde Sachen“ - Vorsatz über den Haufen geworfen. Mit einer halben Tafel Schokolade in der Hand und einem riesigen Schälchen übrig gebliebenem Raclette-Käse, das sich scheinbar selbst vermehrt hat, sitze ich da und frage mich, warum ich mir das überhaupt immer vornehme.
Woche eins, 2025. 5 Tage, 5 Versuche, den Raclette-Käse zu verarbeiten. 3 mal habe ich’s schon geschafft, ihn in meinen Frühstücks-Salat zu integrieren. Sogar der Hund schaut mich mittlerweile mit dieser „Du bist doch wirklich ein Idiot“-Miene an, wenn er den Raclette-Käse in meiner Hand sieht und ich ihm das Stück nicht gebe.
Ja, dieser übrig gebliebene Käse. Ich will ja niemandem zu nahe treten, aber das ist wie dieser eine Freund, der zu jeder Party kommt, sich nie wirklich verabschiedet und dann das ganze Jahr über bei dir zu Hause wohnt. Man kann ihn nicht einfach wegwerfen, weil es ja immer noch „zu viel“ ist, obwohl man weiß, dass er nie wieder wirklich aufgebraucht wird.
Aber gut, ich gebe mir Mühe. Ich packe also den „Ich bin jetzt gesund“-Mantel wieder an, und nehme mir vor, dieses Jahr keine Reste mehr zu lassen. 2025 wird mein Jahr! Ich schaffe das! Aber dann blicke ich wieder auf den Käse – und in mir erwacht die verführerische Stimme: „Wieso nicht einfach ein bisschen mehr?“
Ich frage mich dann, warum sich Neujahrsvorsätze und Raclette immer so widersprechen. Ich will fit werden, aber der Raclette-Käse ruft wie ein sirenenhafter Verführer: „Komm schon, du wolltest doch noch was mit dem übrig gebliebenen Käse machen…“ Vielleicht könnte ich einfach mit dem Käse an meiner Seite ins Fitnessstudio gehen. Ich meine, der Käse hat schließlich auch Kalzium – das ist bestimmt gesund, oder?
In Wahrheit ist der einzige Vorsatz, den ich wirklich durchhalte, dass ich immer ein Stück Raclette-Käse mehr esse, als ich ursprünglich geplant hatte. Aber das ist okay, 2025 ist noch jung, und ich habe noch genug Zeit, mich irgendwann zu erinnern, dass es nicht nur Raclette und Kekse im Leben gibt. Wann genau ich damit anfangen soll? Wahrscheinlich erst, wenn der Käse wirklich alle ist.
Dein René Oliver



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