top of page

Advent, Advent – Mein Hüftspeck rennt

  • Autorenbild: Rene Oliver
    Rene Oliver
  • 1. Dez. 2024
  • 2 Min. Lesezeit

 

Wir sind gestartet in die Adventszeit  und ich frage mich wie eigentlich jedes Jahr: Ist das jetzt die schönste Zeit des Jahres – oder einfach nur der Startschuss für Gewichtszunahme und Nervenzusammenbrüche?



Kaum hängen die ersten Lichterketten (bei meinem Nachbarn übrigens schon seit Oktober), mutiert die Welt zu einem einzigen Zuckerrausch. Lieben ich ja irgendwie. Überall gibt’s Lebkuchen, Spekulatius, Marzipankartoffeln und Kekse, die aussehen wie kleine Kunstwerke, aber in Wirklichkeit auf der Hüfte wie ein Betonklotz sitzen. Und nein, ich kann nicht widerstehen. Hömma, Ein Keks hier, ein Dominostein da – und plötzlich guckt mich der Hosenknopf an, als wolle er sagen: „Wir hatten mal eine gute Beziehung, aber das hier geht zu weit.“

 

Und nicht nur das.. Da wären noch die Weihnachtsmärkte. Romantisch, gemütlich, voller Versuchungen. Ich gehe da mit den besten Absichten hin: „Nur ein Glühwein, René. EIN Glühwein.“ Aber dann riecht es nach gebrannten Mandeln, Bratwurst und Schokofrüchten, und bevor ich mich versehe, halte ich einen überdimensionalen Crêpe mit nen ordentlichen Schlach Schokocreme in der einen Hand und einen weiteren Glühwein in der anderen. Ergebnis: ein Glücksgefühl und der leise Verdacht, dass meine Jeans ein Expansionsprogramm bräuchte.

 

Natürlich könnte ich versuchen, mich zu beherrschen. Aber Entschuldigung: In dieser Zeit hat doch niemand Lust für Selbstdisziplin! Überall lauert die nächste Einladung zum Plätzchenbacken, Adventskaffee oder Weihnachtsfeier, und da hörts ja nicht bei Keksen auf. Es gibt Butterstollen, Raclette und andere Kalorienbomben, die so freundlich „Nur ein Stück“ flüstern, während sie dich aber insgeheim in den Abgrund ziehen.

 

Zwischen der ganzen, sorry, ich nenn es jetzt mal beim Wort – Fresserei, steht dann natürlich der Adventskalender – und wenn man wie ich zu ungeduldig ist, endet das mit einem leeren Kalender schon am 5. Dezember. Aber hey, warum jeden Tag ne Mini-Schokolade, wenn man in fünf Minuten alle 24 genießen kann? Effizienz ist alles. Und dann kommt der Moment, in dem ich mich wie ein Weihnachtsbaum fühle. Nicht, weil ich leuchte (leider), sondern weil ich merke, dass der Umfang langsam ähnlich wird.

 

Aber wisst ihr was? Das ist es mir wert. Die Adventszeit ist schließlich zum Genießen da, und ein bisschen Extra-Hüftgold gehört doch dazu. Wenn ich in meinem Rentier-Pulli auf der Couch sitze, mit einem Teller Plätzchen und einem Glühwein in der Hand, fühle ich mich einfach wie der König der Weihnachtszeit. Also, worauf warte ich noch? Man möge mir den Gebäckteller reichen.


Achja, wenn jemand dein Gewicht kommentiert, iss ihn.


Dein Rene Oliver

 
 
 

Kommentare


bottom of page