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Warum du niemals Kopfschmerzen googeln solltest.

  • Autorenbild: Rene Oliver
    Rene Oliver
  • vor 3 Stunden
  • 1 Min. Lesezeit

Ärztin macht Notiz

Ihr Lieben, also.. Ich wollte wirklich nur kurz „leichte Kopfschmerzen“ googeln. Ganz entspannt. Nur mal schauen.


Fehler. Großer Fehler. Fünf Minuten später war ich gedanklich schon in einer Spezialklinik irgendwo in Südamerika, weil offenbar nur noch drei Ärzte weltweit meine extrem seltene Erkrankung behandeln können. Zwei davon kurz vor der Rente.


Es läuft ja immer gleich. Abends im Bett, alles ruhig – und plötzlich zieht’s ein bisschen hinterm Auge. Ein normaler Mensch denkt: Trink mehr Wasser. Ich denke: Interessant. Das fühlt sich speziell an. Das hat medizinisches Potenzial.


Also Handy raus. Google auf. Und Google schreibt diesen einen Satz, der alles zerstört: In seltenen Fällen kann dieses Symptom auf eine ernsthafte Erkrankung hindeuten.

In seltenen Fällen? Natürlich. Wenn schon, denn schon. Ich bin doch kein Standardmodell.

Dann beginnt der Abstieg. Foren. Erfahrungsberichte. User mit Namen wie PowerOpa77 schreiben: Bei mir fing es genauso an. Und ich nicke ernst. Ja, bei mir auch. Nur dass ich drei Kaffee hatte und den ganzen Tag nichts getrunken habe – aber das ignorieren wir jetzt mal.


Innerhalb von zehn Minuten bastle ich mir aus bisschen Kopfweh, bisschen Stress und schlechtem Schlaf eine vollständige Diagnose. Mit Nebenschauplätzen. Und innerer Abschiedsrede.

Am nächsten Morgen? Alles weg. Kein Ziehen. Kein Drama. Ich bin topfit. Nur übermüdet, weil ich bis halb zwei recherchiert habe, ob Schwindel auch „schleichend“ auftreten kann. Dieses Wort allein reicht ja schon. Schleichend. Als würde die Krankheit leise Turnschuhe tragen.


Lerne ich daraus? Natürlich nicht.

Beim nächsten Ziehen im Nacken google ich wieder. Rational denken wäre die Lösung. Aber seien wir ehrlich: Panik googeln fühlt sich einfach gründlicher an.


Euer Rene Oliver

 
 
 

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