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Ich habe mein Leben nicht im Griff – aber meine To-Do-Liste schon

  • Autorenbild: Rene Oliver
    Rene Oliver
  • vor 3 Stunden
  • 1 Min. Lesezeit


Ich habe mein Leben nicht im Griff – aber meine To-Do-Liste sieht professionell aus. Mein Leben ist Chaos. Wirklich. Also so richtig. Aber meine To-Do-Liste sieht aus wie jemand, der morgens joggen geht, Hafermilch trinkt und seine Steuer freiwillig im Januar macht.


Meine To-Do-Liste ist organisiert. Mein Leben ist überrascht von sich selbst. Ich hab Listen. Ich hab Farben. Ich hab Reminder. Ich hab Unterkategorien für Dinge, die ich trotzdem nicht mache. Ich hab sogar To-Do-Listen für meine To-Do-Listen. Meine App sieht aus wie ein Kontrollzentrum für eine Person, die offensichtlich sehr viel mehr Energie hat als ich.


Da steht dann sowas wie: „Wäsche“. „Sport“. „Steuer“. „Leben überdenken“. Und ich sitze daneben und denke: vielleicht morgen. Oder übermorgen. Oder in diesem mysteriösen Zeitfenster zwischen „Ich bin jetzt motiviert“ und „Warum lieg ich schon wieder auf dem Sofa“.


Ich plane mein Leben wie jemand, der richtig motiviert ist – aber ich lebe es wie jemand, der mit offener Lieferando-App eingeschlafen ist und morgens überrascht ist, dass er existiert. Ich bin nicht unorganisiert. Ich bin extrem gut vorbereitet auf ein Leben, das ich nicht lebe.


Meine To-Do-Liste weiß, wer ich sein könnte. Ich weiß nur noch nicht, wann ich Zeit hab, diese Person zu werden. Aber irgendwie fühlt sich das trotzdem schon fast nach Erfolg an.


Euer Rene Oliver

 
 
 

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